5/11/2009

USA-Rassisten in Marburg und Gießen

Wie sehen "Hitlers Lehrer" aus? Die Marburger Provinzpostille "Express" gibt eine Antwort. Es handelt sich um "USA-Rassisten", also Männer mit Glatzen, die sich von herkömmlichen Nazis dadurch zu unterscheiden wissen, dass sie irgendwie modern und schick aussehen. Sie tragen Brillen und singen ekstatisch in Mikrofone. Das legt auf jedem Fall das Titelbild der aktuellen Ausgabe nahe:


Tatsächlich haben wir es hier mit einem freudschen Fehltritt zu tun. Die Jungs auf dem Cover, die man zunächst für die USA-Rassisten hält, sind eigentlich eine A Capella Band und die Überschrift bezieht sich auf ein Interview mit Hermann Ploppa.

Ploppa? Wer ist das eigentlich?

Allein das Bild von dem Mann finde ich genial. Wenn ich einen Preis für selbstgerechte Blicke vergeben könnte, Ploppa würde ihn bekommen.

Ploppa ist weit herumgekommen in der Welt. Er schrieb für ein "Magazin", das in zwei Städten erscheint und hat "Radio Unerhört Marburg" mitgegründet. Außerdem veröffentlicht er in überregionalen Zeitungen. Dazu gehören zum Beispiel die Marxistischen Blätter. Auch in Freitag, Jungle World der Jungen Welt konnte er Artikel unterbringen. Ganz schlecht geschriebene verschwörungstheoretische Pamphlete finden sich außerdem auf Internetseiten, die es erlauben gratis Texte ins Netz zu stellen.

Obwohl man sich auch ohne weitere Lektüre vorstellen kann, was es mit den USA-Rassisten auf sich hat, hier meine Lieblingszitate aus dem kurzen Interview:

"Anhand von Textvergleichen weise ich nach, dass Hitler sein nationales Rassenaufartungsprogramm direkt aus den USA abgekupfert hat."

"Eugenik war Mainstream. Ungefähr so vorherrschend wie heutzutage der Neoliberalismus."

"Es gibt natürlich auch Leute, die meinen, ich wollte die Naziverbrechen verharmlosen. Dass ich bislang unter den Teppich gekehrte unangenehme Wahrheiten über die USA bekannt mache, soll und kann ja nicht entkräften, dass der Holocaust einzigartig ist."

"Wir können lernen, dass Antisemitismus, Eugenik oder Euthanasie Teil einer weltweiten Bemühung darstellt, die Menschen effektiver und rentabler zu machen."

LOL!

5/02/2009

Elektra bei den Taliban

Standing Ovations in der frankfurter Oper: "Bravo, bravo!" Das Publikum ist außer sich. Solch eine Begeisterung habe ich dort selten erlebt.

Um solch einen Effekt zu erzielen war es notwendig, die Geschichte von Elektra neu zu erzählen. Da die Rahmenhandlung nicht jedem bekannt sein dürfte, hier eine kurze Zusammenfassung: Elektra sinnt auf Rache, weil ihr Vater, Agamemnon, von ihrer Mutter (Klytämnestra) und deren Liebhaber (Aegisth) umgebracht wurde. Nach langem hin und hergesinge kommt ihr Bruder Orest vorbei und tötet die beiden. Darüber freut sich Elektra so sehr, dass sie in Ekstase gerät und tot umfällt.

Die frankfurter Inszenierung macht schnell deutlich, worum es geht: Elektra ist eine linke. Sie sitzt im ausgeblichenen Trainingsanzug auf der Bühne und hat eine Wursthaarfrisur. Klytämnestra hingegen ist mit dicken goldenen Klunkern behangen und trägt feine rote Samtklamotten. Umgeben ist sie von lauter Militärs, die Gefangene in Guantanamo-Häftlingskleidung in Schach halten. Angeordnet sind diese Gefangenen wie man das aus den Abu Ghraib-Bildern kennt. Sie haben schwarze Stofftüten über dem Kopf und einer von ihnen steht sogar willenlos auf einem Kubus in der Gegend herum.

Schließlich folgt der Auftritt von Taliban-Orest. Er trägt eine islamische Mütze (eine Takke) und hat sich eines dieser langen Hemden angezogen (einen Shalwar Kameez). Weshalb er außerdem Fischerweste und Trainingshose trägt bleibt wohl Geheimnis der Oper Frankfurt. Vielleicht dachte man, das würde ihn militanter aussehen lassen. Osama wäre stolz auf diesen Orest. Er bringt nicht bloß seine Mutter und ihren Nazi-Lover um (der plötzlich mit Bomberjacke und Glatze auf der Bühne steht) sondern auch sämtliche Militärs.

Am Ende der Oper werden dann große schwarze Leichensäcke von den (mittlerweile blutverschmierten) Guantanamo-Leuten auf die Bühne geschleppt. Elektra kommt angelaufen und tritt noch einmal kräftig gegen die Toten. Klytämnestra und Aegisth werden an der Decke aufgehängt und alle feiern ein Fest.

Elektras Schwester, Chrysothemis frohlockt im Angesicht der vielen Leichen:
"Gut sind die Götter! Gut! Es fängt ein Leben
für dich und mich und alle Menschen an."

Und Elektra singt:
"Ich trage die Last
des Glückes, und ich tanze vor euch her.
Wer glücklich ist wie wir, dem ziemt nur eins:
schweigen und tanzen!"

Kein Wunder, dass sich die johlende Menge so freut. Amis, so lautet das Fazit der Elektra-Oper in Frankfurt, muss man einfach umbringen. Möglichst brutal und martialisch, versteht sich, denn sie haben es nicht anders verdient. Die Amis sind nicht bloß Schuld am Tod von Agamemnon, sondern sind im allgemeinen fiese Militärs, die den ganzen Tag nichts besseres zu tun haben als Abu-Ghraib-gefolter in Guantanamo zu veranstalten. Außerdem arbeiten sie mit Nazis wie Aegisth zusammen. Erst wenn alle Amerikaner gestorben sind, kann die linke Elektra sich zu Tode freuen, Taliban-Orest darf einen Tanz aufführen und die Jungs aus Guantanamo dürfen Leichen schleppen.

Und wer mir nicht glauben möchte, dass die Leute im Frankfurter Opernhaus solch einen Scheiß seit 2004 immer wieder auf die Bühne bringen, der kann sich bei youtube einen Trailer anschauen. Hätte ich den mal vorher gefunden. Dann wäre ich gar nicht erst dort hingegangen. Aber daraus habe ich gelernt: Bloß weil die Karten spottbillig sind, geht man nicht einfach mal in die Oper, ohne sich vorher über die Inszenierung zu informieren.

3/05/2009

"More Positive Developments"

Naim Kassem, Hassan Nasrallahs Handlanger, erklärte Ende des letzten Monats, die Hisbollah sei auf den Krieg gegen Israel vorbereitet. Einige Tage zuvor hatte er verlautbaren lassen, dem jüdischen Staat dürfe nicht diplomatisch, sondern lediglich auf gewaltsamen Wege entgegengetreten werden. Während den Terroristen enorme Geldsummen aus dem Iran und zugeschoben werden, nach Angaben von Yediot Aharonot insgesamt 1 Mrd. Dollar, um die libanesischen Wahlen zu gewinnen, reist Hassan Nasrallah in den Iran, vermutlich um dort weitere Instruktionen für den heiligen Krieg gegen Israel zu bekommen. Die Hisbollah rekrutiert nach Kräften arabische Israelis um Angriffe auf den jüdischen Staat vorzubereiten und von den palästinensischen Brigaden der Terroristen werden Raketen nach Israel geschossen.

Die Anzeichen, dass ein weiterer Krieg Israels gegen die irantreuen Terroristen notwendig wird, mehren sich. Gleichzeitig erklärt die englische Regierung, sie sei bereit diplomatische Beziehungen zur Hisbollah aufzunehmen.
"We have reconsidered the position ... in light of more positive developments within Lebanon," Foreign Office Minister Bill Rammell told a parliamentary committee. "For that reason we have explored establishing contacts."
Offenbar macht man sich in London den Jargon der Vereinten Nationen zu Eigen. Glücklicher Weise ist davon auszugehen, dass all die schönen Worte von Bill Rammell und den anderen Idioten, die sich nicht schämen mit Terroristen gemeinsame Sache zu machen, Israel nicht davon abhalten werden, sich gegen die Bedrohung aus dem Libanon zu verteidigen.

Anmerkung:
Eine Antwort von der Hisbollah ließ nicht lange auf sich warten:
Britain has taken a "step in the right direction" by signalling willingness to talk to Hezbollah, a spokesman for the Lebanese Shi'ite group said on Friday.
Na dann, einen kräftigen Gruß aus dem Libanon nach England:


2/28/2009

Krieg der Ideen mal anders

Antiterrorkampf in Saudi-Arabien:
Only one in ten terrorists return to the Al-Qaeda terror network after completing re-education programmes in prison, a senior Saudi Arabian official has claimed. General Mansur Bin Sultan al-Turki, spokesman for the interior ministry, discussed the rate with the Arab daily, al-Quds al-Arabi.

[...]

Saudi security officials have praised the methods used by the prisons in the country and their efforts to also force the prisoners to memorise Islam's holy book, Koran.
Man erklärt den Jungs von Al Qaeda einfach, dass sie Recht haben: Die Ungläubigen sind Schweine, der Koran ist Geil und Frauen müssen in den Schleier. Nur Suicide-Bombing in Saudi-Arabien, soetwas macht der "wahre Muslim" nicht.

Anmerkung:
Einen ganz anderen Artikel über den Erfolg das saudische Antiterrorprogramms kann man hier lesen.

2/22/2009

Einige Bemerkungen über die Iran-Politik Obamas

Bisher habe ich mich nicht über Obama geäußert. Als Nicht-US-Bürger hatte ich ohnehin keinen Einfluss auf die Wahlen und was eine Beurteilung des neuen Präsidenten angeht, ist man auf der sicheren Seite wenn man sich erst dann über seine Politik beschwert, wenn es jenseits von leerem Gerede etwas gibt worüber man sich ärgern kann. Da die unangenehmen Meldungen aus Washington zunehmen, kann ich mich nun guten Gewissens aus dem Fenster lehnen und schimpfen:

Die Vereinigten Staaten befinden sich auf dem besten Weg zur Appeasementpolitik gegenüber dem Iran. Als Mr. President der Meinung war, den Mullahs die Hand entgegenstrecken zu müssen, konnte man sich noch darauf verlassen, dass man in Teheran den Mittelfinger erheben würde. So falsch dieses Signal aus Washington auch gewesen sein mag: es war einfach davon ausgehen, dass es sich um einen Schritt handelt, der von niemandem ernst genommen wird.

Anders sieht es mit der Politik der neuen US-Administration gegenüber Syrien aus. Im Gegensatz zum Iran, wo man sich - zumindest in der Öffentlichkeit - bisher auf schöne Worte beschränkt hat, werden die Sanktionen gegen das Assad-Regime nach und nach aufgehoben. Soetwas beginnt selbstverständlich mit ganz harmlosen Schritten, wie dem Verkauf von zivilen Flugzeugen und dem Transfer von Spendengeldern für krebskranke Kinder, läuft im Endeffekt aber auf die Kollaboration mit einem Regime hinaus, das nach Kräften chemische Waffen produziert, vermutlich weil der Versuch an Atomwaffen zu gelangen vor kurzem von Israel unterbunden wurde. Dass Obama plant auch militärische mit Syrien zusammenzuarbeiten wird zumindest schon angekündigt.

Im besten Falle ist all dies ein Versuch, das Baath-Regime aus der Allianz mit dem Iran herauszulösen. Dass dies aber gelingen soll, indem man dem engsten Verbündeten der Mullahs militärische Hilfe in Aussicht stellt, ist mehr als fraglich. Viel wahrscheinlicher ist es, dass syrische Waffen früher oder später auf dem ein oder anderen Wege gegen Israel eingesetzt werden und am Ende auch gegen US-Soldaten. Dass die amerikanische Armee im Irak Al-Qaeda-Kämpfern gegenübersteht, denen die Einreise über Syrien ermöglicht wurde, ist schließlich kein Geheimnis.

Aber auch mit dem Iran ist man auf jedem Fall dann bereit zusammenzuarbeiten, wenn die Kooperation im Rahmen der UN stattfindet. Die zweite UN-Antirassismuskonferenz in Durban, die zu einer noch schlimmeren antisemitischen Hassveranstaltung zu werden droht als ihr Vorgänger, wird unter Beteiligung der USA vorbereitet. Dass die Ausrichtung der mittlerweile unter iranischer Führung veranstalteten Konferenz durch die amerikanische Mitarbeit verändert werden könnte ist zweifelhaft. Im Gegenteil: die US-Beteiligung verleiht dieser Veranstaltung nur noch größere Legitimität als sie es ohnehin bereits besitzt. Beängstigend ist es allemal, dass die Obama-Administration nichts dagegen hat, mit einem Haufen von Antisemiten über die folgenden Punkte zu diskutieren:
  • the "law of return" - the core of the self-determination of the Jewish people or Zionism - is racist
  • Israel is guilty of crimes against humanity and "a contemporary form of apartheid"
  • Israel's security fence is a "segregation wall"
  • a provision condemning Israel's actions in Gaza
  • while Israel is repeatedly condemned, not one of the other 191 UN states is mentioned
  • a proposal to delete reference to the numbers of Jews murdered in the Holocaust - on the grounds that it is questionable
  • a claim that "religions" - as opposed to individuals - can be "defamed"
  • provisions curtailing free speech - "abuse of freedom of expression"
  • efforts to limit and govern the media by "a code of ethical conduct"
  • creation of a hierarchy of victims, with Muslim minorities on top - "most disturbing phenomenon is the intellectual and ideological validation of Islamophobia"
  • efforts to trump universal rights and freedoms by references to cultural diversity, "cultural particularities," religious and cultural "identities"
  • undermining counterterrorism activities by alleging they increase racism
  • challenges to any responsibility for the trans-Saharan slave trade and the slave trade in the Indian Ocean
  • introducing "anti-Arabism" as intolerance against a religious minority
  • attempting to introduce laws against "projecting negative, insulting and derogatory images of religions and religious personalities"
  • calls for new laws endangering rights and freedoms, such as, laws on "respect for human rights and reputation, public morals, and incitement to racial and religious hatred and freedom of expression"
Als ob das nicht ausreichen würde, hat die neuste US-Diplomatieoffensive im Gazastreifen den Grundsatz, nicht mit Terroristen zu verhandeln, nun endgültig über Bord geworfen. Eine gemeinsame Regierung von Hamas und Fatah wurde dieses Wochenende von der US-Regierung befürwortet.

Das sind beängstigende Signale, die alle darauf hinauslaufen, dass man sich in Washington weder am Terrorismus der Hamas, noch am geheimen Krieg der Syrer gegen Israel und die USA stört. Was auch immer die Obama-Administration bringen mag: Der Beginn der Amtszeit des neuen Präsidenten lässt das schlimmste befürchten.

Nachtrag:
Ich sehe gerade, dass beim Wadi-Blog eine ähnliche Meinung vertreten wird. Über die Feststellung, dass die Obama-Administration sich für eine Fatah-Hamas-Regierung einsetze weil eine solche die Stabilität in der Region fördere, heißt es dort: "Ihr Zauberwort: Stability. Nicht Demokratie, nicht Wandel, nicht Freiheit, nichts davon, nein Stabilitaet, um jeden Preis mit jedem. Nur: das funktioniert nicht. Ein paar tausend oder hunderttausend Tote spaeter - von all den verpassten Chancen nicht zu reden - werden auch sie es einsehen, nur eben einmal mehr zu spaet. Es scheint wirklich ganz so, als gestalte sich die Nahostpolitik Obamas noch schlimmer, als selbst Pessimisten befuerchtet haben."
Und auch von den Vorbereitungen für Durban II hört man neues: "Durban II draft document 'getting worse'".

2/11/2009

Übersetzungsfehler

Immer wieder sieht man solche Bilder. Und auf denen kann man erkennen, wie genau im Iran übersetzt wird. Ganz oben auf der Fahne steht vermutlich ein persischer Schriftzug, der nicht mehr zu erkennen ist. Darunter dann die arabische Übersetzung: al-Maut li-Israel. Und das heisst nicht etwa "down with Israel", wie man es der englischen Schriftzug nahelegt, sondern "Tod Israel!" Das macht nun nicht wirklich einen Unterschied, denn gemeint ist ja dasselbe, aber beachtlich ist es trotzdem, denn soetwas wird seit der Islamischen Revolution betrieben. Als Klolektüre führe ich mir gerade einen Band mit iranischen Propagandabildchen zu Gemüte, in dem alle möglichen Plakate und Wandmalereien aus der Revolutionszeit versammelt sind. Dort findet sich bereits derselbe "Übersetzungsfehler". Und irgendwie ist es ja auch bemerkenswert, dass solche falschen Übersetzungen im Iran immer wieder auftauchen. Hier zum Beispiel bei einer Demonstration in Teheran im September des letzten Jahres. "Mark bar Israel" ist persisch für "Tod Israel":



Man fragt sich, was das ganze soll. Während die Mullahs ihre antisemitischen Drohgebärden ganz offen in alle Welt hinausposaunen, hält man sich auf solchen Plakaten mit einem Mal zurück. Könnte es vielleicht sein, dass man im Iran einfach das Englische nicht beherrscht?

Fotos via Gateway Pundit.

2/03/2009

Hobsbawm und die junge Welt

Dass die junge Welt - ein Kampfblatt der radikalen Linken, das nach der ehemaligen Reichszeitschrift der Hitlerjugend benannt ist - ein antisemitisches Propagandablättchen ist, in dem sich Judenfeinde nach belieben austoben können, ist hinreichend bekannt. Ich halte es für absurd, wenn Leute diese Zeitung regelmässig lesen um bestätigt zu bekommen, was ohnehin jeder weiß: Der Antisemitismus in der Linken unterscheidet sich nicht allzu sehr von dem, was für gewöhnlich von der NPD kommt. In der Regel lohnt es sich nur dann einen Blick in die junge Welt zu werfen, wenn dort Leute schreiben, deren Niveau eigentlich über dem judenfeindlichen Alltagsgeplapper der linken Freunde von Al Qaeda liegt.

In der heutigen Ausgabe der jungen Welt findet sich unter der Überschrift "Schlecht für die Juden" ein Artikel von Eric Hobsbawm, in dem dieser behauptet, der israelische Verteidigungskrieg in Gaza "befördert den Antisemitismus in der Welt". Der Mann ist mit Sicherheit nicht dumm und meist ist es sogar erhellend, sich die Ansichten des marxistischen Historikers zu Gemüte zu führen - allerdings gleitet er immer dann ins Ressentiment ab, wenn er sich über den israelischen Staat äußert und so verwundert es dann auch nicht weiter, dass sein Elaborat in der jungen Welt genau den richtigen Platz für eine Veröffentlichung gefunden hat, denn dort ist man seit jeher der Meinung, dass die Juden selbst am Antisemitismus schuld seien.

Die Krieg in Gaza, schreibt Hobsbawm, "ist offensichtlich schlecht für die 5,5 Millionen Juden, die in Israel und in den seit 1967 besetzten Gebieten leben. Ihre Sicherheit wird durch militärische Aktionen gefährdet, die israelische Regierungen in Gaza und im Libanon unternehmen. Solche Aktionen zeigen deren Unfähigkeit, die erklärten Ziele zu erreichen, und verewigen und intensivieren Israels Isolation im feindlichen Nahen Osten." Für den sonst so nüchternen Historiker sind es nicht die Raketen der Hamas, die das Leben der israelischen Staatsbürger gefährden, sondern die Reaktion der Israelis auf diese Angriffe der Hamas. Würde Hobsbawm nicht in London sondern in Sderot leben, würde er die Dinge vielleicht anders sehen.

Bemerkenswert ist jedoch vor allem die folgende Passage:
Ebenso wie der Libanon-Krieg im Jahre 2006 hat der Gaza-Krieg Israels Zukunftsaussichten verdüstert. Er hat auch die Aussicht für die neun Millionen Juden verdüstert, die in der Diaspora leben. Reden wir nicht um den heißen Brei herum: Kritik an Israel bedeutet nicht unbedingt Antisemitismus, aber Israels Regierungshandlungen rufen Scham unter den Juden und heute mehr Antisemitismus als alles andere hervor. Seit 1945 haben Juden, innerhalb und außerhalb Israels, enorm von dem schlechten Gewissen jener westlichen Welt gezehrt, die jüdische Einwanderung in den 1930er Jahren verweigerte, Völkermord beging oder darin versagte, ihm zu widerstehen. Wieviel von dem schlechten Gewissen, das praktisch 60 Jahre lang Antisemitismus im Westen ausgeschlossen und ein goldenes Zeitalter für die Diaspora produziert hat, ist heute übrig- geblieben?
Hobsbawm ist der Meinung, dass man Antisemitismus nicht mit dem Baseballschläger bekämpft, sondern am besten mit einem schlechten Gewissen. Der für gewöhnlich marxistische Historiker sieht den Antisemitismus als eine Art Schicksal, dem man nicht entkommen kann, es sei denn, man befördert das schlechte Gewissen der Gojim und macht sich zum schwachen und hilfsbedürftigen Opfer, das der Antisemit im Juden sehen möchte. Und das Israel dieser Rolle nicht gerecht wird, bedauert Hobsbawm ungemein:
Israel ist, wie Gaza zeigt, nicht das Opfervolk der Geschichte, auch nicht das »tapfere kleine Israel« der Jahre 1948 bis 1967, wie es der Mythos von einem David, der all seine ihn umgebenden Goliaths besiegt haben will. Israel verliert das internationale Wohlwollen so schnell wie die Vereinigten Staaten es unter George W. Bush verloren, und zwar aus ähnlichen Gründen: nationalistische Blindheit und Größenwahn militärischer Macht.
Insofern unterscheidet Hobsbawms Argumentation sich vom Antisemitismus wie er in der jungen Welt praktiziert wird. Während man sich in den Redaktionsstuben der berliner Linken vom angeblich schlechten Gewissen befreien möchte um dem Ressentiment gegen die Juden freien Lauf lassen zu können, will Hobsbawm den Zustand jüdischer Unschuld zurück damit eben auch eben jenes schlechte Gewissen mit dem er den Antisemitismus eindämmen möchte. Auch das ist dumm und bedient sich an antisemitischen Bildern, entspricht aber nicht der Linie die von den linken Judenhasser der jungen Welt vorgegeben wird.

2/01/2009

Don't negotiate with Terrorists

Wie absurd es ist mit Terroristen zu verhandeln, zeigt die jüngste Geiselnahme in Mali. Dort hat Al Qaeda vier europäische Urlauber entführt - vermutlich weil es sich bisher immer gelohnt hat, den europäischen Staaten Geld abzupressen. Dass amerikanische Touristen in Westafrika einigermassen Sicher sind hat in erster Linie etwas damit zu tun, wie die US-Regierung mit solchen Angriffen auf ihre Staatsbürger umgeht. Im Gegensatz zu den Europäern ist man in Washington nicht bereit Geld in die internationale Dschihadindustrie zu pumpen:
"Salafists are offering enormous sums of money to any terrorist group who brings them white Westerners, but with the twin conditions that they are not American nationals and they are not captured on Malian territory."

Al Qaeda was wary of provoking an armed response from the United States and did not want to anger Malian authorities, the military source said.

1/09/2009

Orient-Udo und Konsorten demonstrieren in Marburg

Heute wurde vom "islamischen Kulturverein" HADARA e.V. in Marburg eine Demonstration "gegen die israelischen Massaker in Gaza" organisiert. Mit von der Partie war auch die Ibn Al Khattab-Moschee, die über den Verein Orientbrücke Propaganda für die Hassparade gegen Israel machte. Obwohl sich die Örtlichkeiten der marburger Moschee in den Räumlichkeiten der Islamischen Gemeinschaft Deutschland (IGD) befinden, behauptet man dort, nichts mit der IGD - der Vertretung der Muslimbruderschaft in Deutschland - zu tun zu haben.
Präsident der IGD ist der aus Marburg stammende Ibrahim El-Zayat. Sein Bruder Bilal Farouk El-Zayat, Sprecher des Vereins "Orientbrücke". Zusammenhänge zwischen Orientbrücke und der IGD gebe es aber nicht, sagte Bilal El-Zayat gestern. Der IGD gehöre lediglich das Haus, in dem die Moschee untergebracht sei, der Verein Orientbrücke sei Pächter und gehöre der IGD nicht an. Auf die Frage "Sind Sie ein Muslim-Bruder?" antwortete er kurz und bündig: "Nein!" (Vgl. Marburger Neue Zeitung vom 11.4.1007)
Auch sonst gibt man sich in der Moschee offen. Awad Atalla vom "islamischen Kulturverein" erklärte zum Beispiel auf einer Veranstaltung der Jusos: „Unser Ziel ist die Integration der Marburger Muslime in die Gesellschaft. Wir möchten eine Brücke zwischen Migranten und Deutschen herstellen.“

Wie diese "Integration" aussehen soll, kann man auf den Seiten von Orientbrücke e.V. nachlesen. Dort heißt es zum Beispiel, die Hamas (die Filiale der Muslimbruderschaft in Gaza) "verkörpere den Widerstand eines kolonisierten Volkes". In antisemitischer Manier berichtet man von "zionistischen Tricks" und zitiert einen marburger Professer mit der Aussage, Israel betreibe mit dem Verteidigungskrieg gegen die Hamas die "Vernichtung der demokratisch gewählten Regierung in Gaza" (Johannes M. Becker). Wie die Brücken Aussehen, die vom Verein in der marburger Moschee in den Orient geschlagen werden sollen, kann man in den Kommentaren nachlesen, die sich auf der Homepage des Vereins befinden. Dort wird empfohlen, eine israelsolidarische Demonstration "von den Juden" in Frankfurt mit "Schlagstöcken etc." anzugreifen - eine Bemerkung, die nebenbei von einem Moderator der Seite freigeschaltet wurde.

Davon, dass man auch sonst nicht zimperlich ist wenn es um die Unterstützung der Hamas geht, konnte man sich auf der heutigen Demonstration überzeugen. Begleitet wurde das Spektakel von einem Lautsprecherwagen, der die Parolen "Kindermörder Israel!", "Frauenmörder Israel!", "Rettet, rettet Gaza!" und (vermutlich eine Hommage an die linken Teilnehmer der Demonstration) "Hoch die internationale Solidarität!" am laufenden Band wiederholte.

Hier nun einige Bilder:

Vorne Weg lief die palästinensische Jugend (mit der Fahne auf der sich das islamische Glaubensbekenntnis befindet, die bevorzugt von den Unterstützern der Hamas benutzt wird)...


...flankiert und angeleitet von zwei Ordnern.


Und auch sonst waren die Kleinen vertreten.


Gefolgt wurden sie von einigen Jugendlichen, die einen Pappsarg vor sich hertrugen, an dem eine blutig gemalte Kinderpuppe befestigt war...


...und einer gigantischen Palästina-Fahne.


Auch sonst wurden blutige Plastikbabies herumgetragen.


Selbstverständlich wurde auch ein "Völkermord" herbeigelogen.


Ganz so aktuell waren die Bilder von toten "palästinensischen" Kindern nicht. Auf dem linken Plakat erkennt man deutlich den Green Helmet Guy von der Hisbollah, der wohl bekannteste Vertreter der islamistischen PR-Kampagne im Jahr 2006.


Soetwas nennt man Verdrehung der Tatsachen.


Unklar bleibt, was uns dieses Arrangement von Bildern sagen soll. Klar ist nur: Syrien ist mit von der Partie.


Und wo Syrien ist, darf Allah nicht fehlen. Auf der Fahne steht: Allah-i-Akbar.


Achja: Krieg darf es nur im Namen Gottes geben...


...und Freiheit nur für "Palästina".


Die Palästinensische Gemeinschaft Hessen war ebenso dabei...


...wie - vermutlich aus aktuellem Anlass - die Türkei.


Und wenn man schon einen antisemitischen Aufmarsch organisiert, dann auch richtig.


Und hier das Ganze noch einmal auf Video:






Und zu guter letzt: Die Abschlusskundgebung mit Orient-Udo, der - wie immer - von der "Demokratie" in Gaza spricht (man beachte den frenetischen Jubel, der einsetzt wenn der Mann davon spricht, dass Tel Aviv demnächst von Raketen getroffen würde):




Außerdem bei youtube: antisemitsche Sprechchöre bis zum Abwinken:













Viel mehr Fotos gibt es bei den Islamisten selbst zu sehen.

So, und jetzt geht es endgültig nach NYC.


P.S.

Mittlerweile habe ich Besuch von Orientbrücke e.V. bekommen. Dort hat man den oben erwähnten und verlinkten Kommentar ganz schnell gelöscht. Als noch nicht öffentlich darauf hingewiesen wurde, hat sich in der Moschee niemand an dem Kommentar gestört. Glücklicher Weise habe ich einen Screenshot um zu beweisen, dass dort etwas modifiziert wurde und im Moment gibt es ja auch noch den google cache. Hier der Screenshot (anklicken zum vergrößern):


Und mittlerweile wird sich dort auch ganz explizit auf die Hamas bezogen und es wird der Wunsch ausgesprochen, dass viele Muslime kommen, um "die Juden" in Frankfurt "fertig zu machn". Auch davon gibt es zur Sicherheit schoneinmal einen Screenshot, damit hinterher niemand behaupten könnte, der achso tolerante Moderator von der marburger Moschee hätte die antisemitischen Kommentare nicht durchgelassen (anklicken zum vergrößern):


1/04/2009

An American Carol

Ich gespannt, wann dieser Film die deutschen Kinos erreichen wird. Von einem deutschen Releasedate ist bisher nichts bekannt. Wer nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten möchte, kann den Film auf DVD oder Blue-Ray bei Amazon bekommen. Ich habe den Film heute abend gesehen, hatte eine Menge Spass und kann das ganze guten Gewissens weiterempfehlen.

1/03/2009

Linke Provinzdeppen

Linke Sekten gibt es überall und meist ist eine dieser Gruppen bescheuerter als die andere. In Marburg gibt es zum Beispiel eine "association antiallemande", ein Zirkel, der es sich zur Aufgabe gemacht hat seine mangelnden französischkenntnisse unter Beweis zu stellen, indem er Veranstaltungen unter dem Titel "Le Beau Critique" organisiert. Neuerdings prangt auf der Homepage der Antideutschen das folgende Banner:


Heidegger beklagt sich, dass die marburger Studenten nicht Nazi genug sind und die Linken antideutscher Provenienz finden es auch noch toll diesen Scheiß abzufeiern... Aber was will man von Linken auch anderes erwarten.

1/02/2009

Cast Lead

Da ich in den nächsten Tagen nach NYC fliege und ich die Zeit dort nicht mit Bloggen verschwenden möchte, ist hier mal wieder eine Pause angesagt. Über den Krieg Israels gegen die Hamas kann man sich wohl am besten hier informieren. Kompetente Einschätzungen der Situation, die den Krieg der Hamas in die Strategie des Iran einordnen, finden sich hier und hier. Und was die vermeintliche "humanitäre Katastrophe" in Gaza angeht, kann man sich wohl hierauf verlassen.

Weil es gute Laune macht, hier noch ein verspätetes Sylvester-Video: BUMM!!!


12/24/2008

Pogromstimmung am Weihnachtsabend

Wenn es darum geht alternativ, links und blöd zu sein, nimmt der englische Fernsehsender Channel 4 an Weihnachtsfest seit einigen Jahren den ersten Platz ein. Hatte im Jahr 2004 noch Marge Simpson die Aufgabe übernommen, die alternative Weihnachtsansprache zu halten - eine Konkurrenzveranstaltung zur offiziellen Grußbotschaft der Queen - wurde bereits ein Jahr später Khadija Ravat, eine Aktivistin für die Verschleierung von Frauen, angeheuert, um über ihre "religiöse und ethnische Identität" zu sprechen. Nachdem Sie abgesagt hatte - vermutlich weil einige Mitglieder ihrer Gemeinde der Meinung waren, als Frau sei es nicht ihre Aufgabe über den Islam zu sprechen - wurde eine andere Muslima vor die Kamera gesetzt (ein Sprecher von Channel 4 dazu: "We remain committed to having a Muslim woman deliver the alternative Christmas message. Part of Channel 4's remit is to provide space for voices that would otherwise not receive airtime"). Im Jahr 2005 wurde dann ein ehemaliger Soldaten auserkoren um der Queen Konkurrenz zu machen und den Rückzug der englischen Truppen aus Afghanistan zu fordern. "Wir hielten es für passend", erklärte man bei Channel 4, "in dieser Zeit des Jahres etwas von einem verwundeten Soldaten zu hören."

Dieses Jahr hält man es offenbar für passend, eine "spirituelle Ansprache" von Mahmoud Ahmadinedjad auszustrahlen, in der dieser seinen "guten Willen" zum Ausdruck bringen soll. Man darf gespannt sein, ob der Mann die Gelegenheit nutzen wird, um zum Massenmord an den Juden aufzurufen, nukleare Drohgebärden auszustoßen oder zu behaupten, im Iran gäbe es keine Schwulen. Auf jedem Fall wird es sich um eine Propagandaansprache vom feinsten handeln:
Ahmadinejad will argue that the world is in its current predicament because people have lost spiritual faith.

He will also make thinly veiled criticisms of western powers in a reference to the "tyrannical policies of prevailing global economic and political systems".

"If Christ was on earth today undoubtedly he would stand with the people in opposition to bullying, ill-tempered and expansionist powers," he will say. "If Christ was on earth today undoubtedly he would hoist the banner of justice and love for humanity to oppose warmongers, occupiers, terrorists and bullies the world over.

"If Christ was on earth today undoubtedly he would fight against the tyrannical policies of prevailing global economic and political systems, as he did in his lifetime," he will say. "The solution to today's problems can be found in a return to the call of the divine prophets."

Bei Channel 4 firmiert das ganze unter "Einsicht in ein alternatives Weltbild". Dass die Juden ermordet werden müssten, der Staat Israel von der Landkarte gewischt und jeder, der anderer Ansicht ist gefoltert und hingerichtet werden soll, ist eben auch eine Meinung, die es verdient hat im britischen Fernsehen ausgestrahlt zu werden. Etwas besseres hätte man von den Arschlöchern bei Channel 4 wohl nicht erwarten können: Pogromstimmung am Weihnachstabend.

Wer Channel 4 kontaktieren möchte, um seinen Ärger loszuwerden, kann dies hier tun.

12/22/2008

Weihnachtsferien

Für mich beginnen die Feiertage dieses Jahr etwas früher und ich verabschiede mich schoneinmal in die Weihnachtsferien. Da mir Jesus egal ist,wünsche ich allen Lesern schöne Geschenke und ganz viele Toys von Santa:


12/19/2008

Neues aus der Antisemitismusforschung

Diese Mail erreichte mich heute von M.N.:
Einmal abgesehen von der sprachlichen Qualität dieses Textes:

Die Behauptung, Wissenschaftler müssten irgendwie bessere Menschen sein, kann ich nicht nachvollziehen: "Das alles nicht zu sehen, vielmehr die armen Muslime als die Opfer seit 9/11 herbei zu fabulieren, ist sehr beachtlich für einen Wissenschaftler, und also solcher spricht er ja, der Prof. Benz." Auch Professor Steinbach spricht als Wissenschaftler, ebenso wie all die anderen Idioten, die sich an deutschen Universitäten herumtreiben und den lieben langen Tag nichts besseres zu tun haben, als sich über Israel, die Vereinigten Staaten oder eben "Islamophobie" zu beschweren. Ich finde es eher verwunderlich, dass Herr Benz erst jetzt damit anfängt, soche Konferenzen zu organisieren.(1)

Dass ausgerechnet ein Antisemitismusforscher aus Yale dazu kommt, Sätze wie den folgenden zu schreiben, halte ich allerdings für beachtlich: "Wie ausgegrenzt die Muslime zumal in Deutschland sind, sehen wir daran, dass Cem Özdemir nun Vorsitzender der Grünen ist, Özdemir ist ein Schwabe wie viele andere. Ein ausgegrenzter Muslim, so wie die Juden im 19. Jahrhundert oder gar später? Märchenstunde mitten in Berlin?" Mit demselben "Argument" ließe sich auch behaupten, die Deutschen hätten deshalb nicht antisemitisch sein können, weil ja auch Juden - zumindest eine Zeit lang - die Mitgliedschaft in Deutschen Parteien erlaubt wurde. Vom 19. Jahrhundert hat Clemens Heni offenbar keine Ahnung.

Vor allem nervt es mich unglaublich, wenn nahegelegt wird, Juden müssten eine bestimmte Position vertreten. Plötzlich sind es nicht mehr die Kritiker des ZfA, die als "nicht verhandlungsfähig" gebrandmarkt wurden, sondern "Juden wie auch andere Kritiker". Diese Argumentationsstrategie ist sehr ähnlich, wie die von Benz. Während letzterer sich auf die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde und den Vertreter des Staates Israel beruft, um seine Konferenz zu rechtfertigen, läuft die hier formulierte Kritik in letzter Konsequenz darauf hinaus, die notwendige Kritik am Islamophobie-Geschwafel des ZfA durch einen vermeintlich jüdischen Charakter zu legitimieren. Beides ist absurd.


(1) Ich kann es mir an dieser Stelle nicht verkneifen darauf hinzuweisen, wie bescheuert es ist, die Habitilationen und Dissertationen von deutschen Wissenschaftlern gönnerhaft mit Äußerungen von Henryk M. Broder zu vergleichen. Der arme Mann hat besseres verdient als einen Beglaubigungsschein aus der Antisemitismusforschung.

Nachtrag: Zumindest auf der Achse des Guten hat man den Beglaubigungsschein verdient. Dort wurde der schlechte Beitrag verlinkt.